Die Darstellung von Geschichte in der Populärwissenschaft – nicht immer ein Erfolg



Die wenigsten Menschen, die sich für wissenschaftliche Themen interessieren, lesen wissenschaftliche Arbeiten, Studien und Fachartikel in peer-reviewten Fachjournalen.
Stattdessen informieren sich die meisten interessierten Laien über Dokumentationen, Zeitschriftenartikel, Bücher, Museumsausstellungen, oder öffentliche Vorträge.
Diese und weitere verschiedene Wege, auf denen die Erkenntnisse der Wissenschaft für ein breites Publikum aus Laien verständlich vermittelt werden sollen, nennt man „Populärwissenschaft“.

Selbstverständlich muss Populärwissenschaft, damit sie auch von Nicht-Fachleuten verstanden werden kann, die komplexen Sachverhalte über die sie erzählt ein Stück weit vereinfachen. Man spricht hierbei von „didaktischer Reduktion“.

Trotz dieser didaktischen Reduktion gelingt es aber bei naturwissenschaftlichen Themen (der Medizin oder dem Weltraum zum Beispiel) im Allgemeinen recht gut, ein Bild zu vermitteln, das dem aktuellen Forschungsstand wenigstens im Groben entspricht und keine grob falschen Aussagen enthält.
Wobei es natürlich auch hier Ausrutscher gibt. Man denke an den legendären Beitrag von Galileo, in dem erzählt wurde, ein Kompass würde deshalb nach Norden zeigen, weil unter der Arktis immense Eisenvorkommen lagern würden…
Aber derart grobe Fehler sind bei populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen über Naturwissenschaft die deutliche Ausnahme. Meist werden selbst hochkomplexe Themen wie Kernfusion, schwarze Löcher oder Raumzeitkrümmung auf eine Art und Weise erklärt, die zwar vereinfacht, aber nicht grundfalsch ist und trotzdem auch von Laien verstanden werden kann.

Doch leider sieht die Situation bei geschichtswissenschaftlichen Themen sehr anders aus:

Vor allem, wenn es um die Geschichte des Mittelalters geht, werden in Zeitschriftenartikeln, Büchern, Dokumentationen und selbst Museen leider sehr oft Klischees, Halbwahrheiten und Mythen verbreitet und bestätigt, die in der Forschung seit Jahrzehnten (und teils seit über einem Jahrhundert!) widerlegt sind.

Wenn man in Dokumentationen lernt, dass die katholische Kirche jeden auf dem Scheiterhaufen verbrannte, der an der Scheibengestalt der Erde zweifelte, wenn Bücher und Zeitschriftenartikel von halb verhungerten Bauern erzählen, die wehrlos der Willkür des Adels ausgesetzt waren und wenn Museen behaupten, dass die Straßen mittelalterlicher Städte knietiefe Jauchegruben waren, dann hat das mit dem aktuellen Stand der Forschung zu mittelalterlicher Geschichte nicht mehr das geringste zu tun.

Würde beispielsweise eine Dokumentation über das Sonnensystem ein ähnlich falsches Bild zeichnen wollen, müsste sie erzählen, die Sonne sei ein gigantischer Ball aus Kohle, der langsam in der Atmosphäre des Weltalls verglüht.

.

Aber warum ist das so?
Warum zeichnen populärhistorische Vermittlungsangebote meist so ein grob falsches Bild der Vergangenheit?
Und warum funktioniert es im Gegensatz dazu bei Naturwissenschaftlichen Themen so viel besser, wenigstens halbwegs akkurate Informationen zu vermitteln?

Fangen wir mit der Frage an, warum falsche und in der Forschung längst widerlegte Geschichtsbilder sich in der populären Wissensvermittlung so hartnäckig halten:

Zunächst einmal muss man feststellen, dass viele populärwissenschaftliche Vermittlungsangebote nicht von Wissenschaftlern erstellt werden, sondern von Laien.
Und ja, das gilt selbst für Museumsausstellungen.
Und selbst wenn professionelle Wissenschaftler hinzugezogen werden, heißt das leider noch lange nicht, dass auch auf sie gehört wird.
Oft stehen das grobe Konzept und die Aussagen, die vermittelt werden soll, bereits im Vorfeld fest und die eingeladenen Fachleute sollen diese Aussagen nurnoch bestätigen und vielleicht um einige Details ergänzen.
Selten wird ein Buchautor, eine Zeitschrift oder das Produktionsteam einer Dokumentation gewillt sein, den kompletten geplanten Inhalt zu verwerfen und von Vorne zu beginnen, weil ein Berater gesagt hat, „das ist so nicht richtig.“.

Und dann gibt es auchnoch jene wissenschaftlichen Berater, die in der Branche als „Feigenblätter“ bezeichnet werden:
Diese sollen im Grunde garnicht beraten, sondern werden nur angeheuert, damit man sagen kann „wir hatten Fachleute als Berater“, womit der Produktion mehr Glaubwürdigkeit und Werbewirksamkeit verliehen wird.

Weiterhin ist es eine traurige Tatsache, dass in großen Teilen der Fachwelt auf Populärwissenschaft herabgeblickt wird.

Den schon bestehenden Forschungsstand in einer für Laien verständlichen Art an die breite Öffentlichkeit zu vermitteln, anstatt neue Erkenntnisse zu gewinnen und innerhalb der Fachwelt zu veröffentlichen, gilt nicht als „echte Wissenschaft“.
Das führt leider dazu, dass es sich bei den Fachleuten, die in der Populärwissenschaft tätig sind, oft (nicht immer!) nicht um die besten und kompetentesten ihres Faches handelt.
Wobei es hierbei selbstverständlich löbliche Ausnahmen gibt, wie etwa Christian Drosten, Harald Lesch oder Mai Thi Nguyen-Kim. Oder Neil deGrasse Tyson in den USA.

Aber selbst diese Fachleute, an deren Kompetenz eigentlich kein Zweifel besteht, werden teilweise von anderen Wissenschaftlern für ihre Öffentlichkeitsarbeit kritisiert und abgewertet.


Dadurch werden leider viele kompetente Wissenschaftler davon abgeschreckt, sich in der populären Wissensvermittlung zu betätigen, weil sie fürchten, damit ihrem Ansehen und ihrer Karriere zu schaden (oder beidem zumindest nicht zu nutzen).

Aber auch wenn kompetente Fachleute an einem populärwissenschaftlichen Vermittlungsangebot arbeiten und dabei auch wirklich Einfluss auf Inhalt und Aussage nehmen (oder beides sogar bestimmen) können, ist das kein sicherer Garant dafür, dass keine Falschinformationen vermittelt werden.
Das hat einen einfachen Grund:

Wissenschaft ist ein unglaublich weites Feld und selbst innerhalb eines wissenschaftlichen Faches (etwa der mittelalterlichen Geschichte) müssen sich Wissenschaftler zwangsweise stark spezialisieren, da es einfach nicht möglich ist, bei mehr als einem sehr kleinen Ausschnitt der Forschung die aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Studien und Fachdebatten zu verfolgen.
Über Themen außerhalb des eigenen eng umrissenen Fachgebiets sind auch Fachleute größtenteils auf populärwissenschaftliche Veröffentlichungen, sowie das, was sie im Grundstudium gelernt haben, angewiesen.
Das führt dazu, dass beispielsweise eine Archäologin die führende Expertin für merowingerzeitliche Keramikformen und Produktionszentren am Niederrhein sein und trotzdem glauben kann, dass die Menschen eben dieser Merowingerzeit in unförmige Felle und Lederlappen gekleidet waren.
Ebenso kann ein Historiker der führende Experte zu Barbarossas Italienpolitik sein und trotzdem glauben, die Kirche zu Barbarossas Zeit hätte die Erde für eine Scheibe gehalten.

Wenn nun Fachleute also Bücher oder Zeitschriftenartikel schreiben, Dokus produzieren oder Museumsausstellungen gestalten, die sich mit Themen außerhalb ihres Fachgebiets beschäftigen, kann es sehr leicht passieren, dass Falschaussagen transportiert werden.
Eben nicht, weil die verantwortlichen Fachleute auf ihrem Fachgebiet nicht kompetent seien, sondern weil das eben nicht ihr Fachgebiet ist.

Nimmt man nun noch die Tatsache hinzu, dass Alltagsgeschichte leider immernoch für sehr viele in den Geschichtswissenschaften als unwichtiges Nebenfach gilt, verwundert es nicht mehr, dass eigentlich längst überholte Mythen über alltagsgeschichtliche Themen auch unter Fachleuten immernoch sehr verbreitet sind.

Nicht immer aber liegen falsche Darstellungen von Geschichte in populärer Wissensvermittlung daran, dass es die Verantwortlichen einfach nur nicht besser wissen:

Es gibt, gerade in der populärwissenschaftlichen Vermittlung historischer Inhalte, ein sehr weit verbreitetes und meiner Ansicht nach grundfalsches und extrem schädliches Verständnis von „didaktischer Reduktion“, also der ganz am Anfang dieses Beitrages schon genannten notwendigen Vereinfachung eines komplexen wissenschaftlichen Themas, um es auch für Laien verständlich erklären zu können.
Anstatt einer Vereinfachung meint man oft, dem Publikum das zeigen und erzählen zu müssen, was es zu sehen und zu hören erwartet. Ihre Vorurteile und falschen Vorstellungen ersteinmal zu bedienen und zu bestätigen, um sie dadurch nicht abzuschrecken, sondern zu motivieren, sich im Anschluss tiefer mit dem Thema zu beschäftigen und zu lernen, wie es (mit größter Wahrscheinlichkeit nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung) wirklich war.

Ich hatte in der Vergangenheit schon einmal einen ausführlicheren Blogbeitrag dazu geschrieben, warum ich dieses Verständnis von didaktischer Reduktion für unnötig und sogar ausgesprochen schädlich halte:
https://inforo1300.wordpress.com/2020/07/17/didaktische-reduktion-keine-ausrede-fur-falschdarstellungen/

Nicht zu unterschätzen ist aber natürlich auch der ideologische Faktor:

Im wissenschaftlichen Forschungsbetrieb gibt es das Peer-Review als Kontrollinstanz, die widerspricht und kritisiert, wenn Aussagen und Behauptungen nicht auf sauberer wissenschaftlicher Beweisführung basieren, sondern auf dem Wunsch, eine bestimmte Botschaft oder Weltanschauung zu bestätigen.

In der Populärwissenschaft hingegen, wo es solch eine Kontrollinstanz nicht gibt, ist die Botschaft, die am Ende vermittelt und das Weltbild, das untermauert werden soll, leider manchmal wichtiger, als die nüchternen Fakten.

Das trifft vor Allem dann zu, wenn wissenschaftliche Fachleute an der Entstehung des Buches, des Artikels, der Doku oder der Ausstellung entweder garnicht oder nur am Rande und mit wenig echtem Einfluss beteiligt waren, aber leider gibt es durchaus auch Wissenschaftler, denen die Botschaft, die sie an die Öffentlichkeit vermitteln wollen, wichtiger ist, als das, was sie wissenschaftlich sauber belegen können.
(Auch hierzu habe ich in der Vergangenheit schon ausführlicher geschrieben:
https://blog.afm-oerlinghausen.de/geschichtsverfaelschung-fuer-den-guten-zweck.html )

So kann es passieren, dass wissenschaftliche Thesen, die in den Fachjournalen krachend durch das Peer-Review gefallen sind, in der populären Vermittlung auf einmal dominieren können, weil ihre Vertreter schlicht bessere Öffentlichkeitsarbeit machen, als die Vertreter des fundierten wissenschaftlichen Forschungsstandes.

Nicht zuletzt gibt es natürlich auch noch die Probleme, die bei der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Journalismus entstehen:

Wenn Mitarbeiter einer Zeitung oder eines Nachrichtensenders versuchen muss, eine wissenschaftliche Entdeckung, die sie ohne die nötige wissenschaftliche Hintergrundbildung garnicht richtig verstehen und einordnen können, irgendwie im Rahmen einer kurzen Meldung zusammenzufassen, entstehen lustige (und nicht so lustige) Stille-Post-Effekte.

.

All diese Faktoren können dafür sorgen, dass in Büchern, Zeitschriften, Dokumentationen und selbst Museumsausstellungen Inhalte vermittelt werden, die mit dem wissenschaftlichen Forschungsstand zum Thema wenig bis nichts zu tun haben.

Doch obwohl all diese Faktoren sowohl auf natur- als auch geschichtswissenschaftliche Themen zutreffen, ist der Grad an Falschdarstellung in der Öffentlichkeit bei historischen Themen um einiges höher, als bei naturwissenschaftlichen.

Woran kann das liegen?

Eine Option ist natürlich, dass ich einfach zu viel Ahnung von geschichtswissenschaftlichen Themen und zu wenig Ahnung von naturwissenschaftlichen Themen habe und die Falschdarstellungen in der Populärwissenschaft bei diesen Themen schlicht nicht erkenne.
Aber wie gesagt geht es ja bei den von mir kritisierten Falschaussagen nicht um irgendwelche feinen Detailfragen, sondern um wirklich grobe Falschdarstellungen.
Wie am Anfang schon gesagt: Wollte beispielsweise eine Dokumentation über Astronomie so schlecht sein, wie es die meisten Dokumentationen über das Mittelalter sind, müsste dort erzählt werden, die Sonne bestünde aus Kohle und würde langsam in der Atmosphäre des Weltraums verglühen.
Wenngleich ich also die Möglichkeit, dass die populäre Vermittlung naturwissenschaftlicher Themen genau so katastrophal schlecht ist, wie bei historischen Themen, und ich nur zu wenig Ahnung von Naturwissenschaft habe, um das zu bemerken, nicht komplett ausschließen kann, halte ich sie aus dem genannten Grund doch für eher Unglaubwürdig.

Manchmal wird angeführt, dass Geschichte aus sich heraus eine „weniger präzise“ Wissenschaft sei, als die Naturwissenschaften. Naturwissenschaftliche Fragen würden sich demnach mit einer sehr viel größeren Sicherheit beantworten lassen, als geschichtswissenschaftliche, bei denen der aktuelle Forschungsstand immer deutlich unsicherer und spekulativer sei.

Nun ist Wissenschaft ihrem Wesen nach IMMER Spekulation. Wissenschaft kann keine 100% sicheren Antworten auf Fragen liefern und soll das auch garnicht. Stattdessen besteht ihre Aufgabe darin, die für den Moment wahrscheinlichste Antwort auf eine bestimmte Frage anhand der aktuell verfügbaren Informationen zu ermitteln.
Und auch hierzu gibt es schon einen längeren Text von mir: https://inforo1300.wordpress.com/2017/10/28/die-wissenschaftliche-methode-das-unbekannte-wesen/

Es mag sein, dass der maximale Grad an Wahrscheinlichkeit, den eine Antwort erreichen kann, in der Naturwissenschaft höher ist, als in der Geschichtswissenschaft.
Aber das sollte eigentlich nichts daran ändern, dass trotzdem immer die für den Moment wahrscheinlichste Antwort als Stand der Wissenschaft präsentiert werden sollte und nicht irgendeine im Moment haltlose oder lange widerlegte Behauptung.

Auch hier sehe ich also keinen Grund, warum das Bild der Geschichte in der Populärwissenschaft so viel stärker vom aktuellen Forschungsstand abweicht, als es das in der Naturwissenschaft tut.

Auch die Motivation, aus ideologischen Gründen die wissenschaftlich nachweisbaren Fakten zu verbiegen, um eine bestimmte Botschaft zu vermitteln oder eine bestimmte Weltsicht zu bestätigen, ist definitiv auch in der Naturwissenschaft mindestens genauso stark gegeben, wie in der Geschichtswissenschaft.
Man denke an all die pseudowissenschaftlichen Veröffentlichungen, die den menschengemachten Klimawandel oder die Gefährlichkeit von Covid-19 leugnen oder verharmlosen…

Und wieder kein Faktor, der nur (oder nur in diesem Ausmaß) auf geschichtswissenschaftliche Themen zutrifft.

.

Die einzige Erklärung, die mir letztlich bleibt und einigermaßen wahrscheinlich scheint, ist die:

Der Geschichtswissenschaft mangelt es im Gegensatz zur Naturwissenschaft an einer starken, breit aufgestellten Lobby.
Wer öffentlich pseudowissenschaftlichen Unsinn zu naturwissenschaftlichen Themen erzählt, erntet lauten und zahlreichen Widerspruch.

Und das nicht nur aus der professionellen Fachwelt, sondern auch von privaten Initiativen, wie dem Goldenen Aluhut, Psiram oder Mimikama, die wertvolle und wichtige Aufklärungsarbeit nicht nur über Verschwörungstheorien, sondern auch über pseudowissenschaftliches Geschwurbel leisten.
Kompetente und angesehene Naturwissenschaftler bekommen zunehmend Sendezeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, um über pseudowissenschaftliche Vorstellungen aufzuklären, die in der Bevölkerung kursieren.

Auch hier ist selbstverständlich noch nicht alles perfekt. Auch über pseudomedizinische Quacksalberei und andere pseudowissenschaftliche Falschbehauptungen wird immernoch oft zu unkritisch berichtet und zu oft wird deren Vertretern immernoch eine Bühne gegeben, um ihre teils gefährlichen Halb- und Unwahrheiten zu verbreiten.
Aber das Echo, der Widerspruch und die Kritik etwa nach einer unkritischen Berichterstattung über Homöopathie sind um einiges heftiger und öffentlicher und werden von deutlich mehr Menschen getragen, als es beispielsweise nach einer schlechten Terra X Dokumentation über das Mittelalter der Fall ist.

Zudem erfreuen sich manche pseudohistorischen Mythen leider gerade unter jenen, die sich gegen pseudowissenschaftlichen Unsinn in der Naturwissenschaft einsetzen, großer und hartnäckiger Beliebtheit. Insbesondere die Mythen über die katholische Kirche als Unterdrückerin der Wissenschaft.
Man kann diesen Menschen noch nicht einmal einen Vorwurf daraus machen.
Wer sein Wissen über Geschichte nicht aus peer-reviewten wissenschaftlichen Arbeiten, sondern (fast) ausschließlich aus populärwissenschaftlichen Quellen bezieht, dem bleibt kaum etwas anderes übrig, als diese Mythen (die ja in der überwältigenden Mehrzahl dieser Publikationen bestätigt werden) für gesicherte historische Tatsachen zu halten.
Ich kann es diesen Menschen nicht einmal übrig nehmen, dass ich und andere wie Schwurbler klingen müssen, wenn wir ihnen sagen, dass das, was sie in Dokumentationen, Sachbüchern, Zeitschriftenartikeln und und sogar vielen Museen über ein bestimmtes Thema gelernt haben, falsch ist.

Wenn ich also eine Ursache für die schlechte Qualität populärwissenschaftlicher Wissensvermittlung über historische Themen verglichen mit naturwissenschaftlichen Themen nennen und gleichzeitig einen Lösungsansatz anbieten müsste, würde ich sagen:

Die Geschichtswissenschaft braucht eine stärkere Lobby, die öffentlich, laut und deutlich widerspricht und kritisiert, wenn grobe Falschaussagen über Geschichte verbreitet werden.
Es ist nicht so, als würde es im Moment nicht schon Menschen geben, die solchen Widerspruch und solche Kritik üben, aber es müssen mehr werden und sie benötigen mehr Reichweite und mehr Vernetzung untereinander.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s