„In Foro“, das sind Benjamin Lammertz und Sabine Staske.

Wir stellen auf verschiedenen Veranstaltungen mit historischem Bezug ein Krämer-Ehepaar um 1300 im heutigen Rhein-Ruhr Gebiet dar.
Im Gegensatz zum Kaufmann ist der Krämer ein Einzel- und Regionalhändler, der seine Waren entweder auf Jahrmärkten von den durchreisenden Kaufleuten oder direkt bei den örtlichen Herstellern bekommt.

Wenn in Büchern oder Dokumentationen über Handel im Mittelalter gesprochen wird, geht es meist nur um die Hansekaufleute und andere große Fernhändler. Dabei wird oft vergessen, dass der normale Mensch mit diesen Kaufleuten nur ein- bis zweimal im Jahr zu tun hatte, nämlich auf den Jahrmärkten. Wer den Rest des Jahres etwas kaufen wollte, tat das beim Krämer.

Mich fasziniert diese Darstellung, weil das Wirtschaftswachstum des Hoch- und Spätmittelalters das Leben der Menschen auf dem Land und in der Stadt so massiv beeinflusste und die Einzelhändler als Bindeglied zwischen Fernhandel und Produzenten auf der einen und dem Endverbraucher auf der anderen Seite mitten in dieser Entwicklung drinsteckten.

An unserem Infostand zeigen wir anhand von Gewürzen, wie riesig der Handelsraum war, aus dem die Waren auf einem mittelalterlichen Markt stammten. Wir zeigen und erklären den Besuchern die verschiedenen Münzen und Gewichte der Zeit, die Beschreibstoffe, die zur Verfügung standen, erklären ihnen, wie man ein Rechenbrett benutzt, sich gegen Falschmünzer schützt und was es bedeutet, „etwas auf dem Kerbholz zu haben“.

Es geht uns darum, einen Blick in eine Epoche zu vermitteln, deren Bild heutzutage vor allem von Vorurteilen und Missverständnissen geprägt ist.

Deshalb ist wissenschaftliche Genauigkeit bei dem, was wir tun, absolut unverzichtbar.

Was wir zeigen und erzählen ist das Ergebnis langjähriger Recherche und entspricht dem Stand der modernen Geschichtsforschung.

Wir arbeiten ehrenamtlich und wollen uns rein auf die unterhaltsame Vermittlung von Wissen konzentrieren, weshalb es an unserem Stand auch aus Prinzip nichts zu Kaufen gibt.

In Foro – Städtisches Leben um 1300

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